Nathan der Weise

18. Juni 2008

Gestern hat der dritte und damit der letzte Literatur-Kurs unserer Schule das Stück “Nathan der Weise” von G.E. Lessing vorgeführt. Die Vorführung hat mir im Ganzen sehr gut gefallen, auch wenn es kleine Pannen gab, aber vor allem die Kostüme, die Szenenbilder und die Schauspieler, die wirklich viel Text lernen mussten, haben es mir angetan.

Auch das Stück selbst gefällt mir sehr gut. Falls ihr es noch nicht kennen solltet, möchte ich euch dies nun kurz vorstellen.

Nathan der Weise

Im Stück “Nathan der Weise” geht es um die Frage nach der wahren Religion. Sie beginnt mit Nathan einem jüdischen Mann, der erfährt, dass seine Pflegetochter Recha, von der er anfangs nicht weiß, dass sie als Christin getauft worden ist, von einem christlichen Tempelherrn aus dem Feuer gerettet worden ist. Dieser wiederum verdankt sein Leben der Begnadigung durch den muslimischen Herrscher, Sultan Saladin. Durch geschickte Rede überzeugt Nathan den Tempelherrn zu einem Besuch, um den Dank seiner Tochter entgegenzunehmen. Dieser hat sich nun in Racha, die Tochter von Nathan, verliebt und möchte sie heiraten.

Derweilen hat Saladin Geldsorgen, weswegen er Nathan zu sich bringen lässt. Er gibt dazu vor, Nathans bekannte Weisheit zu testen und fragt nach der „wahren Religion“. Nathan antwortet mit der Ringparabel. Saladin erkennt schnell die Aussage der Gleichberechtigung unter den drei monotheistischen Religionen. Davon tief beeindruckt bittet er daraufhin, Nathans Freund sein zu dürfen. Noch erfreuter zeigt er sich, als er von Nathan ein Darlehensangebot erhält, ohne danach gefragt zu haben. (Quelle: Wikipedia)

Im Laufe des Stückes stellt sich dann heraus, dass alle, also der Jude Nathan, seine christliche (Adoptiv-) Tochter und der muslimische Sultan verwandt sind. Somit wird die enge Verwandtschaft der Religionen nochmals verdeutlicht.

Fazit

Vielleicht sollten nicht nur SchülerInnen dieses Werk verpflichtend in der Schule lesen, sondern auch der ein oder andere Präsident/Staatschef dieser Erde. Denn dann gäbe es sicherlich keine Kriege mehr. Obwohl ich es noch nicht gelesen habe, dafür aber als Theater-Stück gesehen habe, (habe mir auch schon “Nathan der Weise” ausgeliehen und werde es über die Sommerferien lesen), kann ich es jedem empfehlen.

Denn digitalen Volltext kann man sich hier anschauen, oder man kauft das Buch für nur 1,90 € (Neupreis!) (als Hamburger Leseheft Ausgabe ISBN: 978-3872910165).

Im Fach Philosophie habe ich einen Vortrag über die Zukunft der Demokratie in Deutschland vorbereitet. Darin wird zum einen die historische Entwicklung der Demokratie, die verschiedenen Demokratietheorien sowie aktuelle Probleme der Demokratie in Deutschland erläutert und eine möglicher Ausblick, wie demokratische Mitbestimmung in Zeiten des Internets aussehen kann, gewagt.

  • Die Zukunft der Demokratie in Deutchland. Vortrag (.doc | . odt | . pdf)

Hier ist eine Auflistung nützlicher Literatur, die ich für meinen Vortrag verwendet habe:

  • Andreas Kost: Direkte Demokratie. Wiesbaden, 2008. (ISBN: 3531151908)

  • Herb Karlfriedrich und Oliver Hidalgo (Hrsg.): Die Zukunft der Demokratie. Politische Herausforderungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts. München, 2006. (keine ISBN)

Und hier einige Links: